Unser Reich

Unsere Geschichte

Unser ReichSeit gegrüßt Fremde aus aller Welt. Ihr seht aus, als wolltet ihr die weite Welt erkunden und euch einen Namen machen. Spendiert einem alten Wanderer einen Met und ich werde euch von meiner Heimat erzählen. Dem Land von furchtlosen Kriegern, schlauen Händlern und geübten Seefahrern. Von großen Entdeckern, Bezwingern von Ungeheuern und Helden aus längst vergangenen Zeiten.

Man nannte es einst das Land jenseits des Nebels, unentdeckt und gefürchtet, unwissend darüber was sich dahinter verbarg. Doch lasset euch sagen, dies war kein düsterer Ort, kein Abgrund von Dämonen und bösen Geistern, die einem jeden nach dem Leben trachteten, der es wagte hinter den Nebel schauen zu wollen. Dem Mutigen, den dies nicht abschrecken konnte, dem bot sich ein Anblick, der ihm den Atem stocken lies. Ein weites grünes Land mit Fjorden und hohen Bergen, großen dichten Tannenwäldern und üppiger Tundra. Gen Westen erstreckt sich die Tundra, direkt dahinter an den Ausläufern der Gebirge dichte Tannenwälder. Durchzogen von kleinen Gehöften und grasendem Vieh. Kommt man über die Bergpässe und die Hochebene im Süden des Landes, so muss man den Fluss Björnsdal überqueren. Geformt durch die Jahrhunderte hinweg, gespeist von den unzähligen Quellen in den steilen schneebedeckten Gebirgen im Osten des Landes fließt er in den größten der zahlreichen Fjorde, an dessen Mündung sich die Anlegestellen für die Händler aus allen Teilen der bekannten Welt befinden. Aber auch für die Boote der Fischer und die Drachenschiffe des Jarls mit ihren bunten Segeln. Knapp einen Steinwurf entfernt gelangt man über eine Brücke, welche man auch den Göttersteg nennt, zu einem großes Holztor in welches kunstvolle Runen geschnitzt wurden und in dessen Mitte sich ein großer Wolfskopf aus Bronze befindet. Dahinter erhebt sich ein Hügel, dessen Spitze durch einen steinernen Weg erreichbar ist und an dessen Seiten sich viele Behausungen reihen. Teilweise aus Holz mit bunten Verzierungen oder aus Lehm und Stroh, aber auch die Ställe mit den stolzen Streitrössern oder der Lagerhalle, welche gefüllt ist mit Met, Walöl, Pelzen und allerlei köstlichen Speisen und anderen Dingen, die von Nöten sind. Erreicht man die Spitze des Hügels, so findet man die große Langhalle des Jarls. Dort, wo Rat gehalten wird und wo man sich bei prasselnden Feuern und gutem Met die Heldentaten großer Krieger erzählt, deren Vermächtnis so auf ewig weiter leben wird. Tritt man durch das Tor, welches immer von 2 gut gerüsteten Kriegern bewacht wird, so gelangt man in einen großen, hohen Raum in dessen Mitte sich eine große viereckige Feuerstelle befindet in der die Flammen hell lodern und das Holz knistert als würden die Feuerriesen Muspellsheims es anfachen. Um das Feuer herum finden sich viele Tische an denen die Krieger sitzen und feiern. Sich große Taten erzählen, spielen, raufen und Lieder singen. An den Wänden hängen dutzende Schilde, Trophäen besiegter Feinde und Fahnen, die die Geschichte und die Heldentaten der Fenrirs Schatten erzählen. In einem Seitenbereich der großen Halle kann man einen Blick auf die zahlreichen Feuer werfen, über denen ganze Schweine und Ochsen gebraten werden und wo dampfende Töpfe voll köstlicher Speisen zubereitet werden. Ach lasset mich schwärmen von so viel Schmaus und Trank, an den ich mich noch gut zu erinnern vermag. Aber genug davon, nicht dass euch noch das Wasser im Munde zusammen läuft.

Gegenüber des Eingangstores sieht man im hinteren Teil einen großen Wolfsschädel. Direkt darunter ein großer und schwerer Holztisch in den Runen geschnitzt wurden. Nun will ich euch  erzählen von den berühmten Kriegern, den Herren über Eis und Schnee, Gebieter über Sturm und See, trotzend dem unausweichlichen Schicksal und erwachsen aus Blut und Stahl die an diesem Tisch und den vielen weiteren, gezimmert aus den erbeuteten Drachenbooten verfeindeter Sippen und verziert mit kunstvollen Schnitzereien, sitzen. Jene die diese Halle mit Leben erfüllen und ihr Glanz und Glorie verliehen. Deren Stimmen und Lieder durch die kalte Nacht und über die eisigen Fjorde dieser geheimnisvollen Lande hallen.

Auf einem schweren Thron aus Holz und Walknochen, mit Intarsien aus Gold, Silber und Bronze, sitzt Jarl Thorald Wulfrigsson und herrscht über seine Sippe. Wie einst schon sein Vater und dessen Vater vor ihm. Er ist ein starker Anführer und führte so machen Raubzug an, oder wehrte feindliche Krieger ab, die es auf den Reichtum von Fenrirsbjörg abgesehen hatten. Ruhmreich sind seine Taten und tapfer seine Krieger. Auch das Feiern ist ihm nicht fremd und so gibt es für ihn keinen schöneren Zeitvertreib als zu essen und zu trinken und dabei den Geschichten seiner Krieger zu lauschen umringt von seinen engsten Weggefährten, die Feuer prasselnd und die Halle gefüllt vom Dunst der herrlichen Speisen, in seiner Hand ein Horn voll mit goldenem Met. Regelmäßig hält er den Thing ab und hört sich die Sorgen und Nöte seiner Sippe an. Hält Rat mit seinen treusten Kriegern oder spricht Recht. Er ist ein gerechter Jarl und niemand muss fürchten ungerecht behandelt zu werden, sofern er sich nichts zu Schulden kommen hat lassen.

Links von ihm am großen Tisch, der nur den erfahrensten und tapfersten Kriegern vorbehalten ist, sitzt sein Bruder Gunnar, dessen Erfolg beim Spiel ihm den Beinamen der „Glückliche“ einbrachte und schon so manchem unerfahrenen Krieger einen großen Teil seiner Kriegsbeute kostete, der leichtfertig mit ihm mitzuhalten versuchte. Er ist ein findiger, einfallsreicher Mann und so wurde schon so mancher harter Winter überstanden, da man auf seine weisen Worte hörte. Er ist zudem ein erfahrener Seemann und durch sein Können wurde schon so manche Schiffsreise heil überstanden. Er ist es auch, der Kontakte zu den verschiedenen Völkern schuf und so ein Netz aus Handelswegen eröffnete.

Ihm gegenüber und rechts von Jarl Thorald sitzt Ragnar Ælfrødsson, Thane und Waffenmeister von Fenrirs Schatten. Ein tapferer Krieger unzähliger Schlachten, dessen taktisches Geschick den Engländern und Franken das Fürchten lehrte und reiche Kriegsbeute einbrachte. Er selbst fürchtet den Tod  nicht und hofft, dass er einst durch die Valkyren gen Valhalla getragen wird, um an Odins Tafel vom Heldenmet kosten zu dürfen. Auf dass er stolz vor seine Ahnen treten kann. Er führt die Blutklinge, ein uraltes Schwert, welches sich schon im Besitz seiner Vorväter befand und dem man nachsagt, es sei von den Göttern selbst geschmiedet worden. Dieses Schwert wurde schon so manchem Feind zum Verhängnis der es wagte Ragnar herauszufordern, oder sich zwischen ihn und seinen Jarl zu stellen. Denn er ist es der den Jarl mit seinem Leben beschützt. Er selbst ist Anführer der Wulfräger, der persönlichen Leibwache von Thorald. Ihr gehören nur die tapfersten Krieger an. Veteranen dutzender Schlachten und erbarmungslose Krieger. Jeder einzelne vom Thane persönlich ausgesucht und ausgebildet.

BrillenhelmAn Ragnars Seite sitzt sein Weib Jorunn die Heilende, am Tisch der Krieger. Denn der Jarl weiß um ihre Begabung als Heilerin. Sie rettete schon so manchem Krieger das Leben, auf dass diese dem Jarl noch länger treu dienen konnten und der Tag, an dem sie vor ihre Vorfahren treten sollten, noch ein Stück weiter entfernt blieb. Sie kennt viele heilende Kräuter und vermag es mit der Gunst der Götter allerlei Salben und Tränke herzustellen. Ebenso ist sie mit dem Bogen geschickt und mancher Pfeil fand sein Ziel im Körper eines unachtsamen Feindes. Man sollte sie nicht unterschätzen nur weil sie eine Frau ist. Sie ist ebenso hübsch wie tödlich und steht ihrem Mann treu zur Seite.

Neben Gunnar sitzt Floki „Schildbrecher“ Haraldsson, Sohn von Harald dem Hünen und treuer Waffenbruder von Ragnar, an dessen Seite er so manchen Kampf bestritt und mit dem er aufwuchs. Floki wacht über die Schiffe des Jarls, denn er selbst ist es, der viele dieser Boote erbaute. Im Kampf schlägt er sich durch die Schilde seiner Gegner bewaffnet mit Axt und Hammer. Durch so manches Abenteuer begleitete er Ragnar und jeder der beiden rettete dem anderen schon vielfach das Leben. So verbindet sie eine lange Freundschaft und man sollte sich nicht zwischen sie stellen.

Am Tisch der erfahrenen Krieger sticht ein Mann besonders hervor. Es ist Erik Baalsson, der sich furchtlos in jedes noch so schlimme Kampfgetümmel stürzt. Aber ihr müsst wissen, dass er sich nicht nach dem Tod sehnt, weil er als bald vor Odins Angesicht treten will, wie ihr nun vielleicht denken möget. Vielmehr erhofft er sich durch seinen Blutdurst und seine Kampfeslust Ruhm zu erlangen um Odin zu gefallen. Denn wenn einst seine Zeit abgelaufen und das Glück ihn verlassen hat, so muss er sich nicht schämen im Angesicht seiner Ahnen an Odins Tafel Platz nehmen zu dürfen. Aber dieser Tag ist noch fern, strotzt er doch voll Leben und Kraft. Glaubt mir, wo seine mächtige Axt, die nie weit von ihm entfernt liegt, auftauchte, dort hörte man nur noch Schreie. Also seid gewarnt ihm zu begegnen.

BootWeiter geht es mit Ingvar Rungnisson. Ein Mann des Meeres. Geschickter Steuermann durch Untiefen, Stürme und unbekannte Gewässer. Keiner vermag schneller mit einem Drachenboot durch die sturmgepeitschte See zu lenken und die auf Beute hungernden Krieger an ihr Ziel zu bringen wie er. Seine Botte baut er natürlich selbst! Keinem anderen würde er diese Aufgabe anvertrauen. Er und Floki streiten sich gern darüber, wer nun die besten Pläne entsinnt und wessen Schiffe nun die seetüchtigsten sind. Diese, meist harmlosen Zankereien bei etlichen Bechern Met, verlaufen eigentlich immer unentschieden, denn sie beide sind wahre Meister ihres Faches. So er keine Schiffe zimmert, vertreibt er sich die Zeit mit dem Bau von Pfeilen für die zahlreichen Raubzüge in den wärmeren Monaten.

Am selbem Tisch, im Schein der Feuer fast hünenhaft anzuschauen, sitzt Snorri Bjørnsson. Den allzu passenden Beinahmen „Bärenpranke“ trägt er nicht umsonst. Frühreife Jungspunde aus den Reihen der unerfahrenen Krieger legten sich schon öfters mit ihnen an und bezahlten mit Blauen Flecken und manchmal auch mit gebrochenen Knochen und ausgeschlagenen Zähnen. Er ist ein wahrer Riese und einer der stärksten Krieger in den Reihen der Fenrirs Schatten. Doch seines Beinamens trotzend ist er auch ein sehr geschickter Mann im Umgang mit Hammer, Meißel und Säge. So Manches hat er bereits gezimmert und er wird nie müde sein Geschick unter Beweis zu stellen.

Sein Weib Ylva, die Tochter von Thorolf, sitzt bei ihm. Sie ist eine geschickte Künstlerin und begabte Handwerkerin. An ihrem Webstuhl entstanden schon so manche Borten, welche bis weit über das Reich der Fenrirs Schatten bekannt und begehrt sind. Auch mit Nadel und Faden vermag sie erlesene Stücke zu erschaffen, welche ihres Gleichen in der Welt suchen. Selbst in den fernen Landen der Osmanen sind ihre Kleider bekannt und hoch gehandelt. Sie ist Jorunn eine gute Freundin und man trifft sie oft zusammen in Fenrirsbjörg an, wie sie durch die Hallen schreiten.

Mythen und SagenSeid gewarnt: ein falscher Blick, oder ein allzu leichtfertig gesprochenes Wort ihnen gegenüber und ihr könntet euch mit Snorri und Ragnar in einer dunklen Gasse wiederfinden… ! So erschrocken? Ach kommt, einen kleinen Schalk möget ihr einem alten Mann sicher verzeihen. Wobei… war dies wirklich ein Schalk? Nun ja, fahren wir fort in der Aufzählung und verzeiht mir den kleinen Ausschweifer. Ihr könnt mir sicherlich die Bürde des Alters nachsehen.

Zwischen den Tischen und an den Feuern vorbei huschend und immer überall dabei ist Sighsten Thorolfsson, Bruder von Ylva und Sklade der Fenrirs Schatten. Er ist es, der dem Leben und Wirken der Helden dieser Sippe Leben einhaucht. Ich sage euch, solch Dichtkunst habe ich nie mehr vernommen! Solltet ihr also in keinem seiner Lieder und Gedichte vorkommen, so waren eure Taten noch nicht ruhmreich genug. Er besingt die Geschichten tapferer Krieger und dichtet zahlreiche Texte über glorreiche Schlachten an denen er selbst auch teilnahm. Er ist es welcher stolz das Banner mit dem Abbild Fenrirs in die Schlacht trägt. Diese Ehre wurde ihm einst als Geschenk von Jarl Thorald und Thane Ragnar zuteil. Er wird auch weiterhin die Heldentaten der Krieger besingen und den „Wölfen“ ein treuer Begleiter sein.

Da steht sie nun die Heimstadt der Schatten von Fenrir und thront über das Reich. Von den Holztürmen aus kann man das ganze Land in all seiner Herrlichkeit und mit all den Gehöften erblicken. Trotz des massiven, scheinbar unüberwindbaren Rings aus kräftigen Tannenstämmen ist dies kein düsterer Ort wie ihr vielleicht denkt: die Methalle in Fenrirsbjörg sucht ihresgleichen, die Lager sind gefüllt mit Schätzen und edlen Gütern und der Hafen empfängt Händler aus aller Welt. Dies meine Freunde ist die Heimat der Fenrirs Schatten in Midgard.

Von damals bis heute

Unsere Chronik