Singen, trinken, lachen

Skaldensang

Anbei ein paar Texte, damit auch ihr es vermögt bei unseren Gelagen am Feuer mit einzustimmen!

Faun

Rosmarin

Du sagst Du stehst kurz vor dem Ziel
Ich glaube der, der ich verfiel
Du sprichst im Traum von einem Ort
den es nicht gibt, doch bist du dort

Die Luft ist leicht, die Blätter weh’n
Was du verlierst bleibt doch besteh’n
Die Nacht beginnt schon ist es spät
Dein ferner Blick weißt mir den Weg

:Es kommt der Tag, schon ist es spät
Dein Reich beginnt dort wo du stehst
Noch sehe ich dich von hier geh’n
Dort wo gehst blüht Rosmarien (2x)

Du sprichst im Traum, du sprichst kein Wort
Ich folge dir, nimm mich mit fort
Weil nicht das erst mein erstes Ziel,
Ich folge der, der ich verfiel

Es kommt der Tag… (2x)

Faun

Deutschland
Harald Foss

Holmen grå

Ved holmen grå i vesterhav i skodde og i yr
Havet bryter inn mot land med bud fra svunnen tid
Langt inn i tåkeheim tre store skip du ser
Og frem av tjæret furustavn, ni dragehoder med.

Og på det fremste skip det står i stavn en høgreist kar
Kong Harald og hans følge stevner inn mot Holmegard
I følget hans var Toke, Grim, og Verge-Tor
Og flere kjente kjemper satt ved årene om bord.

I Holmegard de samlet seg, hver mann som mektig var
Det skulle holdes ting, og de sin beste kappe bar
Staselige kjemper rundt langbordet satt
Og mjød i store boller for den hele lange natt.

Og Kongen kom i hallen inn, satt ned på breie benk
Og alle som var samlet der de bau ham på en skjenk
Og det var sagt om kong Harald, han var i sådan lag
At alle boller drakk han ut, og sto til neste dag.

Dette kvadet hendte en gang i gammal tid
Framfor dine øyne ser du følget dra forbi
Langt inn i tåkeheim de sakte svinner inn
Tilbake ligger Holmen Grå, der havet bryter inn.

Harald Foss

Island
Thomas Ravenscroft (org. Altenglisch)

Rabenballade

Als ich einst ging im Morgengrauen
Kam ich an einem alten Baum
Drei schwarze Raben sassen da.
So Leute hört, was da geschah.
So Leute hört, was da geschah.

Auf einem Baum drei Raben stolz.
Oh Leid, oh weh, oh Leid, oh weh.
die Auf einem Baum drei Raben stolz,
war’n so schwarz wie Ebenholz,
die war’n so schwarz wie Ebenholz.

Der eine sprach: “Gefährte mein,
wo soll die nächste Mahlzeit sein?
Da hinterm Wald auf grünem Feld
ruht unter seinem Schild ein Held,
ruht unter seinem Schild ein Held.

Und auch sein Hund der liegt nicht fern.
Er hält die Wacht bei seinem Herrn.
Sein Falke kreiset auf dem Plan,
kein Vogel wagt es, sich zu nah’n,
kein Vogel wagt es, sich zu nah’n.

Da kommt zu ihm ein zartes Reh:
‘Ach dass ich meinen Liebsten seh’ !’
Sie hebt sein Haupt, vom Blut so rot,
der Liebste, den sie küsst, war tot.
Der Liebste, den sie küsst, war tot.

Sie gräbt sein Grab im Morgenrot,
am Abend war sie selber tot.
Ach grosser Gott, uns allen gib,
solch’ Falken, solchen Hund, solch’ Lieb’
solch’ Falken, solchen Hund’, solch’ Lieb’.”

 

Thomas Ravenscroft (org. Altenglisch)

Schottland
Neidhart von Reuental

Mayenzeit

Mayenzeit one neidt freuden geit wider streit,
sein Wiederkummen kann uns allen helffen.
Uff dem Plan one wan sicht man stan wolgethan
lichte präune plümlein bei den gelffen.
Durch das Gras sind sie schon uffgedrungen.
Und der wald manigfalt ungezahlt ist erschalt.
Daß er ward mit dem nie bas gesungen.

Ich son niet nach ihr sieht hätt ich Fried, des ich biet
ob mir jemand komm daran zu trosten.
Ich bin verzeiht meine Leid unvereit sind so breit
ich nehm noch wer mich davon erloste.
Liebesblicken kann ich schicken wilde
es ist mein Klag alle Tag und Gedag als ein Zag
Liebesblick lass mich bei Blickes Bilde.

Große Not mir entbot der mir droht auf den Tod;
das ist Hildebolt von Berenreute.
Irenfried und der Schmied werden Glied an eim Wied,
daß sie mit Gemache lan die Leute!
Berwin den mag niemand überhauzen.
Amelot, Berenbolt han vergolt daß man sollt
über mich gegeben hat zu Praußen.

Ich kam dar one var und gewahr zu ihr Schar;
ich sah was die Gatelinge täten.
Irenger und ihr mer gingen zwer hin und her
mit ihr Kapelklingen, sam sie maeten.
Do sprach ich: ‚Nu wollt ich eines wetten,
das ihr gedroht und ihr geschnod würde blod wie ihr freud
niemand kund mit heres Kraft enfetten.

Hildemar mit dem Haar, der kam dar.
Ich nahm wahr wie er mit der Schonen wollte schimpfen.
Hoch er sprang an ihr dank uff ein bank, die wars krank.
Das sollte sie ihm preisen für ihr glimpfen
das ihr beder Lieb sich muste schutten.
Mir was ant, do ich empfand daß ihr Gewand sich entbannt
und ihr kluges schapel must entrutten.

Ich klag euch her, diese mär. Seht ihr her, wartet wer!
Wie sollt sie zu diesem Ding gebaren?
Ihr nehmt sie gaum one Saum an eim Zaum in eim Baum.
Um den Schaden da sollt er bejaren.
Wollte er unter schönen Kinden walgen
Hin und her, als ein zwer, als auch er hät die Ger,
besser wär, er hing an einem Galgen.

Ich was vert nach gewert, dass ein Schwert ihm verehrt‘
ein halbes Knie seiner zehn Genossen:
Enzeman lief ihn an; kaum entran er vondan.
Er het nimmer mehr kein Meidt gestoßen.
Würd ich noch zu Reuental gerochen,
ich hät Heil, Freuden teil, und wär geil, ob ein Seil
ihm hät alle Viere abgebrochen.

Neidhart von Reuental

Bayern
Jan Hegenberg

Trigardon

Ich will euch erzählen
Von Glück und von Freude
Vom Spaß am leben und Sein,
von Trigardons Seele
die hell und erleuchtend
am Nachthimmel über euch scheint.

Ehre der Göttin
Des Mondes, der Nacht
Der Riasina, wie man sie nennt,
die wer du auch bist
und was du auch tust
dein Leben liebet und kennt

Refrain:
Ich weih meine Seele
Der silbernen Göttin
Mein Herz dem Feuer allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Trigardon, mein Leben sei dein!

So wisset, dass jeder
Der Frohsinn bezeuget
Im Gunste der Mondgöttin steht
Und für seinen Lebtag
Als stiller Begleiter
In Sicherheit neben ihr geht.

Refrain:
Ich weih meine Seele
Der silbernen Göttin
Mein Herz dem Feuer allein
Verwehre mein Blut den Zecken der Feinde
Trigardon, mein Leben sei dein!

Alsdann lasst uns feiern
Aus tiefster Seele
Trinken und tanzen, vereint,
und der Herrin zeigen
das unser Weg
bestimmt ist durch ihren Schein.

Jan Hegenberg

Deutschland
Bergatrollets frieri

Herr Manneling

Bittida en morgon, innan solen upprann,
Innan foglarna började sjunga,
Bergatrollet friade till fager ungersven.
Hon hade en falskeliger tunga:

Herr Mannelig, herr Mannelig, trolofven I mig.
För det jag bjuder så gerna;
I kunnen väl svara endast ja eller nej.
Om i viljen eller ej.

Eder vill jag gifva de gångare tolf,
Som gå uti rosendelunden;
Aldrig har det varit någon sadel uppå dem,
Ej heller betsel uti munnen.

Eder vill jag gifva de qvarnarna tolf,
Som stå mellan Tillö och Ternö;
Stenarna de äro af rödaste gull,
Och hjulen silfverbeslagna.

Eder vill jag gifva ett förgyllande svärd,
Som klingar utaf femton guldringar;
Och strida huru I strida vill,
Stridsplatsen skolen i väl vinna.

Eder vill jag gifva en skjorta så ny,
Den bästa I lysten att slita;
Inte är hon sömmad av nål eller trå,
Men virkad af silket det hvita.

Sådana gåfvor jag toge väl emot,
Om du vore kristelig qvinna,
Men nu så är du det värsta bergatroll
Af Neckens och djefvulens stämma.

Bergatrollet ut på dörren sprang,
Hon rister och jämrar sig svåra:
Hade jag fått den fager ungersven,
Så hade jag mistat min plåga.

Herr Mannelig herr Mannelig trolofven I mig.
För det jag bjuder så gerna;
I kunnen väl svara endast ja eller nej,
Om i viljen eller ej.

Bergatrollets frieri

Södermanland