Waffen und Rüstungen

Rüstkammer

Hier wollen wir euch einen kleinen Einblick in die Waffen der Wikinger geben. Ihre Rolle und wer welche Waffen besaß.

Waffen sind natürlich unentbehrlich wenn es auf einen Raubzug geht. Allerdings ist die Anschaffung von Kriegsausrüstung erster Ware ziemlich teuer. Das schränkt die Auswahl der Waffen die der einzelne Wikinger mit sich führt schon einmal ein. Ein Schwert konnte sich nur der leisten der reich war oder das Glück hatte unter einem großzügigen Herrn zu dienen. Die meisten Freien konnten sich aber wenigstens einen Speer und einen Schild leisten. Damit war man schon mit allem ausgestattet was man für einen ordentlichen Raubzug brauch. Man sollte natürlich auch halbwegs geschickt sein…. . 😉 Im Prinzip lassen sich die Grundkenntnisse im Speer- und Schildkampf schnell erlernen und werden bei der Heerschau des örtlichen Aufgebots immer wieder aufgefrischt.

Kommen wir nun zu den einzelnen Waffen:

Der Speer (Odins Lieblingswaffe)

Man kann Wurf- und Stichspeere (oder Spieße) unterscheiden. Der ca. zwischen 1,80m und 2,40m (ohne Spitze) lange Speer hat die Aufgabe den Feind auf Abstand zu halten, sodass man nicht mit einem Schwert oder einer Axt getroffen werden kann. Der Schaft besteht aus Eschenholz (daher der in England gebräuchliche Name „Eschenmänner“ für Wikingerkrieger) mit einer blattförmigen Eisenspitze. Es gibt viele Varianten der Speerspitze: Die Flügellanzenspitze ist zum Beispiel eine fränkische Importware, die verhindern soll, dass der Speer zu tief in ein Opfer eindringt und sich dadurch verhakt. Der Wurfspeer, wie der Name ja schon vermuten lässt, wird auf den Feind geworfen. Dieser sollte dann im günstigsten Fall im Schild des Gegners stecken bleiben und ihn dadurch nach unten ziehen. Der feindliche Krieger war nun gezwungen sein unbrauchbares Schild wegzuwerfen.

Das Schwert

Die edelste aller Waffen, aber auch die teuerste! Jeder der ein Schwert sein eigen nennen dürfte stieg auch automatisch im Ansehen. Wikingerschwerter besitzen eine ca. 60-80 cm lange Klinge. Je länger die Klinge desto härter trifft sie, ist aber auch langsamer. Deswegen ist es für den Ungeübten besser eine kleinere Klinge zu besitzen, die ein schnelleres Führen der Waffe ermöglicht.

Die Qualität der Klingen schwankt stark, da man in Skandinavien noch keine geeignete Technik kannte um einen möglichst schlackefreien Stahl herzustellen. Dazu benötigt man Schmelzöfen die mindestens 1200 Grad aufbringen können, denn erst bei dieser Temperatur trennt sich die Schlacke vom Eisen und es entsteht brauchbarer Stahl. Zu viele Schlackeeinschlüsse lassen die Klinge spröde werden und es besteht die Gefahr, dass sie beim ersten Scharmützel bricht (ein eher ungeeigneter Zeitpunkt).

Im Frankenreich, aber auch in den arabischen Ländern, konnte mithilfe eines besonderen Ofens der sogenannte Tigelstahl hergestellt werden, der sogar Qualitäten heutigen Stahls aufweißt. Aus diesem Stahl konnte man besonders gute Klingen schmieden. Die dazu notwendigen Stahlbarren wurden importiert und dann von ortsansässigen Schmieden weiter verarbeitet. Die wohl Bekanntesten waren die Ulfberht-Schwerter aus dem fränkischen Reich oder die Ingerii-Schwerter aus dem Rheinland.

Aber zurück zu unseren Wikingerschwertern. In der Mitte der Klinge befindet sich die Hohlkehle (oder auch Blutrinne). Die Funktion ist weniger dem Blutfluss geschuldet als der einfachen Tatsache, dass durch diese Schmiedetechnik einfach breitere Klingen hergestellt werden konnten, bzw. das Gewicht der Klinge wurde reduziert und man konnte sie biegsamer machen. Die Parierstange ist realtiv kurz und besitzt teilweise Verzierungen, wie zum Beispiel den Namen des Schwertes oder Schutzrunen. Der Griff ist meist mit Leder oder geteerter Schnurr umwickelt um ein Abrutschen zu verhindern. Aber man findet auch mit Draht verzierte Griffe. Am Ende befindet sich der Schwertknauf, der auch unterschiedlich gearbeitet sein kann. Zusammen bilden diese drei Teile das Heft, welches dafür sorgt die Klinge optimal auszubalancieren. Ein gutes Schwert besitzt einen Schwerpunkt ganz dicht vor der Parierstange. Je ausgewogener ein Schwert ausbalanciert ist, desto leichter lässt es sich im Kampf führen und der Arm ermüdet nicht so schnell wie bei einer schlecht ausbalacierten Waffe.

Die Axt

Man kann sagen: die Axt ist das Schwert des kleinen Mannes! Eine Hiebwaffe, die leichter und vor allem billiger ist als ein Schwert, aber dennoch schweren Schaden anrichten kann. Streitäxte besitzen eine andere Blattform als Äxte die man zum fällen von Bäumen benutzt oder die für Zimmermannsarbeiten verwendet werden. Die Klinge ist breiter und stärker gekrümmt. Diese spezielle Form ermöglicht dem Wikingerkrieger sie sowohl als Hieb- wie auch als Wurfwaffe einzusetzen. Und natürlich um den Schild des Gegners wegzuziehen. Man unterscheidet zwei Arten von Streitäxten, die Handaxt, die einhändig geführt wird und die Breitaxt die man beidhändig führt. In einem Schildwall ist natürlich eine kleinere Axt nützlicher als eine riesige Breitaxt. Zudem kann man kein schützendes Schild mehr bei sich tragen, was das Verletzungsrisiko signifikant steigert.

Nachteil einer Axt ist natürlich, dass der hölzerne Schaft im Kampf durchtrennt werden kann. Aber auch die kurze Schneide ist von Nachteil, da man so nur den Schild oder den Mann dahinter treffen kann. Mit einem Schwert ist beides möglich. Auch kann ein geübter Schwertkämpfer einen Feind buchstäblich in zwei Teile hauen, während das mit einer Axt nicht praktikabel ist.

Das Sax

Das Sax ist ein Messer, dass vor allem im Nahkampf Verwendung findet um dem Gegner den Bauch aufzuschlitzen. Es gibt viele verschiedene Größen und auch Qualitätsstufen. Krieger die sich kein Schwert leisten können nutzen diese billigere Variante.

Der Bogen

Hier gibt es die Kurz- und Langbögen. Besonders nützlich bei Belagerungen oder Seeschlachten aber natürlich auch zum Auftreiben eines leckeren Abendessens (sofern man das nötige Geschick dafür mitbringt^^). Der Langbogen hat gegenüber dem Kurzbogen eine höhere Reichweite und mehr Kraft. Allerdings ist auch eine gewisse Kraft notwendig um ihn zu spannen. Der Kurzbogen ist dafür bei Scharmützeln handlicher und einfacher bereit zu machen.

Die Bögen werden meist aus Eibenholz gefertigt. Idealerweise wird das Holz aus dem Querschnitt einen Baumes geschnitten, sodass der fertige Bogen zu einem Drittel (in der Mitte) aus Kernholz und zu zwei Drittel (an den Seiten) aus Splintholz besteht.

Pfeilspitzen gibt es in verschiedenen Ausführungen, die alle einen bestimmten Zweck erfüllen sollen. Sei es das durchdringen von Kettenpanzern oder dem Verschießen von Brandladungen.

Quellen: „Wikinger“ von John Haywood & „Die Wikinger“ von Museum für Vor-und Frühgeschichte Berlin

Waffen der Fenrirs Schatten

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Folgt in Kürze…

Mimirskvist, bedeutet so viel wie Zweig des Mimir. Er ist der Stab von Jorunn und aus ihm bezieht sie ihre Gabe die Zukunft vorherzusehen und das Schicksal zu lenken. Durch ihn flüstern die Götter zu ihr und nur…